Headless CMS: Der Guide zu deinem Headless Content-Management-System

12.06.2023
von Meike Müller
E-Commerce
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Ein Headless Content-Management-System ist für viele Unternehmen eine gute Möglichkeit, ihre Inhalte besser verwalten und verbreiten zu können. Nicht nur die Arbeit von Contenterstellern wird vereinfacht, auch Entwicklern wird ein hoher Arbeitsaufwand abgenommen. In diesem Beitrag erfährst du alles, was du über das Headless CMS wissen musst, welche Vorteile der Umstieg hat, welche verschiedenen Systeme auf dem Markt angeboten werden und vieles mehr!

Lesezeit 5 min

Was dich in diesem Artikel erwartet:

 

  1. Was ist ein Headless CMS?
    1. Für wen eignet sich ein Headless CMS?
    2. Die Vorteile eines Headless CMS
  2. Welche Headless CMS gibt es?
  3. Unser Fazit
  4. FAQ: Fragen und Antworten zum Headless CMS
    1. Was ist Headless Wordpress?
    2. Warum Headless?
    3. Wann sollte man ein Headless CMS nutzen?

Was ist ein Headless CMS?

Um ein Headless CMS definieren zu können, schauen wir uns zunächst einmal nur das „CMS“ an. CMS steht für Content-Management-System, was zu Deutsch mit „Inhaltsverwaltungssystem“ übersetzt werden kann. Es handelt sich dabei um eine Software, die in der Regel von Unternehmen, Bildungseinrichtungen oder Online-Medien verwendet wird, um Inhalte zu erstellen, zu bearbeiten, zu organisieren und zu veröffentlichen. Der Vorteil an einem CMS ist, dass keine Programmierkenntnisse benötigt werden, um Online-Inhalte auf Blogs oder Websites zu pflegen. Ein CMS bietet in der Regel eine benutzerfreundliche Oberfläche, über die Nutzer die Inhalte ganz einfach erstellen, bearbeiten und formatieren können. Es erlaubt die Trennung von Inhalt und Design, sodass Benutzer den Inhalt einer Website ändern können, ohne das Erscheinungsbild oder die Struktur der Website selbst zu beeinflussen. Dies erleichtert die Aktualisierung und Wartung von Websites.

Ein Headless CMS ist quasi die neuste und fortschrittlichste Version eines Content-Management-Systems. Im Gegensatz zu einem traditionellen CMS, das sowohl die Erstellung als auch die Präsentation von Inhalten verwaltet, konzentriert sich ein Headless CMS ausschließlich auf die Bereitstellung von Inhalten über eine API (Application Programming Interface). In einem Headless CMS werden die Inhalte nämlich komplett unabhängig von der Darstellung oder Ausgabe gespeichert. So wird der Inhalt nicht in einer vorgefertigten Vorlage oder Seitenstruktur festgehalten, sondern als strukturierte Daten in einem Backend-System verwaltet und über eine API bereitgestellt. Dadurch haben Entwickler die Freiheit, den Inhalt auf verschiedenen Plattformen und Geräten (z.B. Websites, Mobile Apps, IoT-Geräte) anzuzeigen und zu präsentieren, ohne Einschränkungen durch das CMS.

Für wen eignet sich ein Headless CMS?

Ein Headless CMS lohnt sich für alle Unternehmen und Mitarbeitenden, die Inhalte erstellen und diese auf verschiedenen Plattformen ausspielen und darstellen möchten. Heutzutage ist es für Unternehmen in jeder Branche  wichtig, einen digitalen Auftritt zu haben. Aus diesem Grund lässt sich nicht eingrenzen, wer ein Headless CMS beispielsweise nicht benötigt. Wir haben kurz zusammengestellt, welche Personengruppen aber auf jeden Fall von einem Headless Content-Management-System profitieren könnten, wenn sie dieses in ihre Geschäftsprozesse einbinden.

Ein Headless CMS kommt unter anderem bei folgenden Personen zum Einsatz:

  • Entwickler, die die volle Kontrolle über die Darstellung und Präsentation von Inhalten haben möchten. Sie können den Inhalt über eine API abrufen und in verschiedenen Frontend-Technologien oder Plattformen anzeigen. Entwickler haben die Freiheit, benutzerdefinierte Lösungen zu erstellen und den Inhalt gemäß den spezifischen Anforderungen anzupassen.
  • Mitarbeiter der Content- und Marketingabteilung, die Inhalte auf verschiedenen Kanälen und Plattformen effizient veröffentlichen möchten. Sie können die Inhalte an die Bedürfnisse der Zielgruppe anpassen und personalisierte Erlebnisse schaffen, ohne auf die Einschränkungen einer bestimmten CMS-Plattform angewiesen zu sein.
  • App-Entwickler, die mobile Apps und Anwendungen erstellen und Inhalte regelmäßig integrieren möchten. Sie können die Inhalte über eine API abrufen und in der Anwendung anzeigen, was die Aktualisierung und Verwaltung von Inhalten erleichtert.
  • Digitale Agenturen und ihre Mitarbeiter, die digitale Anwendungen und Website für ihre Kunden erstellen, können ebenfalls von einem Headless CMS Gebrauch machen, um verschiedenste Inhalte unabhängig von der Darstellung zu verwalten und eine maßgeschneiderte Benutzererfahrung zu schaffen.
  • Personen mit fortgeschrittenen technischen Kenntnissen, die ihre eigene maßgeschneiderte Website oder Anwendung erstellen möchten, können ebenfalls von einem Headless CMS profitieren. Sie haben die Flexibilität, die Architektur und Technologien nach ihren eigenen Vorlieben und Anforderungen anzupassen.

 

Darüber hinaus haben wir für dich auch festgehalten, für welche Situationen ein Headless CMS ideal ist:

  • Die Multikanal-Präsentation von Inhalten wird mit einem Headless CMS erleichtert. So können verschiedene Kanäle und Geräte genutzt werden, um diese zu präsentieren. Inhalte können unter anderem auf Websites, mobilen Apps, sozialen Medien, IoT-Geräten und anderen Plattformen wiederverwendet werden.
  • Unternehmen, die bereits über eine bestehende technologische Infrastruktur verfügen, wie beispielsweise eine eigene Frontend-Architektur oder bestehende APIs, können von einem Headless CMS profitieren. Sie können das CMS nutzen, um den Inhalt zu verwalten und über ihre vorhandene Infrastruktur bereitzustellen, anstatt ihre gesamte Architektur zu ändern.
  • Im E-Commerce-Bereich werden Headless CMS ebenfalls gerne verwendet. So können Inhalte in Onlineshops integriert, aber auch auf anderen Verkaufsplattformen ausgespielt werden.
  • Personalisierung und A/B-Tests: Mit einem Headless CMS können Entwickler personalisierte Inhalte und A/B-Tests leichter implementieren. Da die Präsentationsschicht unabhängig vom CMS ist, können verschiedene Versionen von Inhalten getestet und personalisierte Erfahrungen für Benutzer erstellt werden.

Natürlich gibt es noch viele weitere Anwendungsfälle, für die sich ein Headless CMS eignet. Unsere vorgestellten Situationen sind nur eine Auswahl der beliebtesten Fälle, wo der Einsatz des Headless CMS Sinn ergibt.

 

Headless CMS: Die Vorteile

Ein Headless CMS zu nutzen, hat viele Vorteile. Diese möchten wir dir hier vorstellen. Natürlich hat ein Headless Content-Management-System auch ein paar Herausforderungen. Auf diese werden wir aber später noch eingehen. Jetzt erst einmal zu den vielen Vorteilen des Headless CMS:

  • Mit einem Headless CMS bist du technisch unabhängig, da du dich nicht an eine bestimmte Technologie knüpfen musst. Außerdem bist du auch an kein Frontend-Framework gebunden.
  • Darüber hinaus ist ein Vorteil, dass du alle Inhalte auf verschiedene Plattformen streuen kannst ohne, dass du auf die Präsentation der Inhalte achten musst. Du bist dabei also komplett flexibel. Des Weiteren kannst du Inhalte auch einfach wiederverwenden, da sie sich so leicht an die unterschiedlichen Kanäle anpassen lassen.
  • Da du Backend und Frontend trennst, kannst du auch besser skalieren und für wachsende Datenmengen sowie Trafficaufkommen vorsorgen. Auch die Performance ist mit einem Headless CMS besser. Die Inhalte können über APIs direkt an den Endnutzer geliefert werden, was zu einer besseren Leistung und Ladegeschwindigkeit führen kann.
  • Die Integration von Drittanbieter-Systemen ist einfach. Da APIs verwendet werden kannst du andere Systeme wie CRM, E-Commerce-Plattformen oder Marketing-Automatisierungstools unkompliziert integrieren. Daten können nahtlos zwischen verschiedenen Systemen ausgetauscht werden.
  • Ein weiterer Pluspunkt ist auch, dass die Zusammenarbeit zwischen mehreren Teams mit einem Headless Content-Management-System deutlich erleichtert wird. Entwickler können sich auf die Erstellung des Frontends konzentrieren, während Content-Ersteller den Inhalt unabhängig verwalten und aktualisieren können.

 

Welche Headless CMS gibt es?

Auf dem Markt existieren eine Reihe von Headless CMS, die sich für verschiedene Anforderungen und Branchen eignen. Alle dieser Content-Management-Systeme gehen mit Vorteilen und Nachteilen einher, die wir dir natürlich nicht vorenthalten möchten. Aus diesem Grund haben wir alle wichtigen Informationen zusammengesucht, die für die Wahl deines Headless CMS entscheidend sein könnten.

 

Directus

Directus ist ein Open Source CMS, das sich für Projekte mit angepasster Datenbank eignet. Die Version 9 wurde in der Programmiersprache Javascript umgesetzt. Für eine Integration in dein Unternehmen benötigst du nur einen Node-Server sowie eine klassische Datenbank.

Directus Vorteile Directus Nachteile
  • Ist immer auf dem neusten Stand, da alle Daten direkt aus der Datenbank abgerufen werden
  • Es gibt eine Kommentarfunktion im CMS für interne Notizen
  • Rollbacks sind ganz einfach möglich. So können keine Daten verloren gehen.
  • Jede SQL Datenbank kann in eine API oder eine No-Code-App transfomiert werden
  • Es gibt immer eine Vorschau
  • No-Code-Dashboards und Analytics können ganz einfach aus den Daten erstellt werden
  • Entwickler sollten sich mit Skriptsprache auskennen
  • Das CMS wurde für Entwickler designt, ohne Entwickler ist die Implementierung sehr schwierig

 

Contentful

Dieses Headless CMS konzentriert sich vor allem auf Inhalte und Backend und ist eine API-first Plattform, die es ermöglicht, digitale Inhalte zu verwalten und zu erschaffen. Das Unternehmen hat unter anderem einen Sitz in Berlin.

Contentful Vorteile Contentful Nachteile
  • Für Anfänger geeignet
  • Entwickler haben die Möglichkeit, Inhalte über APIs zu verwalten und ihre bevorzugte Programmiersprache zu nutzen
  • Der Content kann auch in einer Web App erstellt werden
  • Inhalte sind leicht auffindbar, zugänglich und können wiederverwendet werden. Dabei spielt es dann keine Rolle, um was es sich handelt und wo es veröffentlicht werden soll
  • Du kannst eine Demo anfordern und dich erst einmal Kostenlos registrieren
  • API-First Architektur
  • Maßgeschneiderte Schnittstellen, zum Beispiel für die Integration von Dropbox etc.
  • Rollenbasierte Zugriffsverwaltung
  • Jederzeit und von jedem Gerät können Inhalte erstellt werden
  • Entwickler müssen sich selbst um Funktionalität kümmern
  • Für den Workflow ist Wissen über Inhaltsmodellierung wichtig
  • Manche Dinge lassen sich mit dem Baukastensystem nicht umsetzen, wenn es um das Layout geht

 

prismic.io

Prismic ist ein SaaS-basiertes Headless Content-Management-System, dass es seit 2013 gibt. Mit Prismic hast du die Möglichkeit, eine App und/oder Webseite zu erstellen, welches aufgrund der Verwendung von GraphQL als Query-Language sehr modern ist.

prismic.io Vorteile prismic.io Nachteile
  • Einfache Installation und Einrichtung ohne viel Zeitaufwand
  • Mehrsprachigkeit für bessere Reichweite
  • Bei der Contenterstellung gibt es eine Vorschau
  • Benutzerfreundliche Bedienung durch Drag & Drop
  • Headless Website Builder ermöglicht schnelles Arbeiten und Entwickeln von Websites
  • Für Entwickler, Marketing-Mitarbeiter und Agenturen eine Super-Lösung für schnelle Webseiten-Erstellung
  • Prismic ermöglicht zwei Wege für die Webseiten- und Contenterstellung: Entwickler nutzen „Slice Machine“ und Marketer nutzen den „Page Builder“
  • Nicht ohne Entwickler zu nutzen trotz der einfachen Installation

 

Magnolia CMS

Bei Magnolia CMS handelt es sich um eine javabasierte Headless CMS Lösung, die es als kostenlose Open-Source-Variante gibt, aber auch als Self-hosted und Cloud Version. Magnolia CMS lohnt sich für die technische Abteilung als auch den Marketing-Bereich eines Unternehmens

Magnolia CMS Vorteile Magnolia CMS Nachteile
  • funktioniert mit Frontend Frameworks wie React, Angular und Vue
  • Der Zugriff auf Inhalte aus anderen Systemen ist nativ
  • Autoren und Redakteure können unabhängig voneinander arbeiten, auch ohne Hilfe von Entwicklern
  • Es kann eine Demo gebucht werden und zudem gibt es auch Demo-Videos
  • Magnolia CMS ist gut für E-Commerce geeignet
  • Inhalte können einmal erstellt werden und sind dann für die Veröffentlichung auf verschiedenen Kanälen bereit. Dabei gibt es Vorschau, Personalisierungsmöglichkeiten und kontextbezogene Bearbeitung
  • Kann verbunden werden mit jedem System von Legacy bis API-First
  • Implementierung erfordert Entwickler
  • Nur grundlegende Funktionen sind im sogenannten Native Digital Asset Management enthalten

 

Strapi

Strapi wird seit 2015 entwickelt und basiert auf dem Node,js Framework (Javascript). Es ist ein Open Source Headless CMS, welches auf GitHub verfügbar ist.

Strapi Vorteile Strapi Nachteile
  • Benutzerfreundlicher Admin-Bereich, kann flexibel angepasst und erweitert werden.
  • Hat eine robuste API
  • Kann in alle Frameworks integriert werden
  • Self-hosted oder Cloud Headless CMS je nach Bedarf
  • Zudem gibt es eine Live-Demo, die getestet werden kann
  • Drag and Drop funktioniert bei Bildern nicht immer gut

 

Butter CMS

Butter CMS wurde im Jahre 2014 in Chicago gegründet und funktioniert sowohl für einzelne Freelancer, die für verschiedene Kunden arbeiten als auch für Unternehmen von kleinem Start-up bis großem Unternehmen.

Butter CMS Vorteile Butter CMS Nachteile
  • Für Unternehmen und Agenturen geeignet
  • Multi Channel: Für SaaS, E-Commerce und Marktplätze
  • Übertragung von Daten von altem CMS ins Headless CMS ist ohne Probleme möglich
  • Es gibt eine integrierte Blogfunktion, so ist das Nutzen von Wordpress nicht nötig
  • Für jeden Technologiestack geeignet, da es eine globale API gibt
  • Skalierung, Wartung und Sicherheit übernimmt Butter CMS
  • Butter CMS bietet auch Support
  • 30-Tage kostenlos testen ist möglich
  • SEO Funktionen sind auch vorhanden
  • Benutzeroberfläche ist verbesserungswürdig
  • Häufig verwendete Templates werden nicht angezeigt

 

Welche Herausforderungen gibt es bei der Implementierung eines Headless-Commerce-Systems?

Wenn du ein Headless CMS bei dir implementieren möchtest, ist dies auf jeden Fall schon einmal eine gute Entscheidung. Denn viele Arbeitsprozesse wirst du dir damit im Arbeitsalltag erleichtern können. Die Implementierung jedoch birgt auch einige Herausforderungen, die aber zu meistern sind. Solltest du dabei Probleme haben oder dir nicht zutrauen, das Headless CMS zu integrieren, weißt du ja, an wen du dich wenden kannst.

Die Herausforderungen möchten wir dir nun kurz erläutern, damit du dich darauf einstellen kannst, was dich erwarten wird:

 

  • Da ein Headless Content-Management-System aus einem separaten Frontend- und Backend besteht, musst du diese bei der Implementierung so miteinander verbinden, dass diese miteinander über APIs kommunizieren können. Für diese Architekturkomplexität benötigst du ein gutes Verständnis über den Datenfluss der Systeme
  • Du musst natürlich auch Daten aus verschiedenen Quellen integrieren, damit du im CMS immer auf dem aktuellen Stand bist. Aus diesem Grund musst du dich auskennen, wenn du Daten aus beispielsweise dem Produktsystem, dem Warenwirtschaftssystem oder dem Zahlungsanbieter ziehen möchtest
  • Außerdem musst du auch eine API so aufbauen, dass sie flexibel ist, aber auch sicher. Die Entwicklung einer gut strukturierten und leistungsfähigen API ist dem entsprechend von entscheidender Bedeutung.
  • Später bei der Skalierung deines CMS musst du dich natürlich auch damit auskennen, wie du höhere Besucherzahlen bewältigst und an welchen Stellschrauben du drehen musst
  • Auch solltest du genug Kenntnisse haben, dass du dein Headless System immer warten und an technische Neuerungen anpassen kannst
     

Wir helfen dir gerne bei der Einrichtung deines Headless CMS für dein Unternehmen. Gerne gehen wir auf deine individuellen Bedürfnisse ein und integrieren auch Dritt-Anbieter-Systeme für dich, um dir deinen beruflichen Alltag so angenehm und effizient zu gestalten. Wende dich gerne an unsere Experten direkt per Telefon oder über unser Kontaktformular. Wir freuen uns, dir behilflich zu sein und dich mit unserem Expertise zu unterstützen!

 

Unser Fazit

Insgesamt sind Headless Content-Management-Systeme immer praktisch für alle, die an kein Frontend gebunden sein möchten. Sie geben jedoch einige Funktionen vor, die es vereinfachen, Inhalte auf verschiedenen Plattformen zu verbreiten. Im Prinzip ist ein Headless CMS für alle Unternehmen interessant, die Inhalte verwalten, erstellen und dabei die Oberhand behalten möchten. Welches Headless CMS die beste Lösung für dein Unternehmen ist, können wir nicht allgemein beantworten. Die verschiedenen Möglichkeiten haben alle Vor- und Nachteile, die du für dich und dein Unternehmen individuell abwägen musst. Gerne stehen wir dir aber zur Seite, bevor du eine Entscheidung triffst.

 

 

FAQ: Fragen und Antworten zum Headless CMS

Wir hoffen, du hast nun einen guten Überblick über das Headless Content-Management-System bekommen. Abschließend haben wir noch ein paar häufig gestellte Fragen, die wir dir beantworten. Solltest du weitere Fragen haben, wende dich gerne telefonisch an unser Expertenteam. Wir freuen uns, dir weiterzuhelfen!

 

Es ist wichtig zu beachten, dass Headless WordPress eine erweiterte technische Implementierung erfordert und in der Regel mehr Entwicklerkenntnisse erfordert als der traditionelle WordPress-Ansatz. Es bietet jedoch eine hohe Flexibilität und ermöglicht es Unternehmen, den Inhalt von WordPress auf innovative und individuelle Weise zu präsentieren.

 

Aber natürlich solltest du immer abwägen, ob es in deiner individuellen Situation Sinn ergibt, ein Headless Content-Management-System zu integrieren. Auch kann es sein, dass es in anderen Fällen als die oben genannten, förderlich ist mit einem Headless CMS zu arbeiten.

  • Was ist Headless Wordpress?
     

    Headless WordPress ist eine Architektur, bei der WordPress als Headless Content Management System verwendet wird. Im traditionellen WordPress-Ansatz wird sowohl die Inhaltsverwaltung als auch die Präsentation über das WordPress-Backend abgewickelt. Bei Headless WordPress hingegen wird WordPress ausschließlich zur Verwaltung von Inhalten genutzt, während die Präsentation der Inhalte über eine separate Frontend-Technologie oder Plattform erfolgt.

     

    Im Headless-Modell stellt WordPress den Inhalt über eine API bereit, wie zum Beispiel die REST-API oder die GraphQL-API. Entwickler können dann diese API verwenden, um den Inhalt in beliebige Frontend-Technologien einzubinden, sei es eine Single-Page-Anwendung (SPA), eine mobile App, eine Progressive Web App (PWA) oder eine andere Plattform.

     

    Einige Vorteile von Headless WordPress sind:
     

    • Flexibilität: Die Headless-Architektur ermöglicht es Entwicklern, den Inhalt von WordPress auf verschiedenen Plattformen und Geräten anzuzeigen und dabei die Vorteile moderner Frontend-Technologien zu nutzen.
    • Skalierbarkeit: Da die Präsentationsschicht von WordPress getrennt ist, kann das System besser auf große Datenmengen und hohe Traffic-Anforderungen skalieren.
    • Benutzerfreundlichkeit: Content-Editoren können weiterhin die vertraute und benutzerfreundliche WordPress-Oberfläche nutzen, um Inhalte zu erstellen und zu verwalten, während Entwickler sich auf die Implementierung des Frontends konzentrieren können.
    • Wiederverwendbarkeit: Der Inhalt, der in WordPress verwaltet wird, kann auf verschiedenen Plattformen wiederverwendet werden, was Zeit und Aufwand bei der Erstellung von Inhalten spart.
  • Warum Headless?
     

    Es gibt mehrere Gründe, warum Unternehmen den Ansatz des Headless-Content-Managements wählen:
     

    • Flexibilität bei der Präsentation: Mit einem Headless CMS können Inhalte auf verschiedenen Plattformen und Geräten präsentiert werden, darunter Websites, mobile Apps, Sprachassistenten, digitale Displays und IoT-Geräte. Die Entkopplung von Inhalt und Präsentation ermöglicht es Unternehmen, den Inhalt in einer Vielzahl von Kontexten anzupassen und die Benutzererfahrung für verschiedene Zielgruppen und Kanäle zu optimieren.
    • Bessere Leistung: Da die Präsentationsschicht von der Backend-Verwaltung getrennt ist, kann sich ein Headless CMS auf die Bereitstellung von Inhalten konzentrieren, was zu einer besseren Leistung und Ladegeschwindigkeit führen kann. Die Inhalte können über eine API direkt an den Endnutzer geliefert werden, ohne dass zusätzliche Schichten oder Vorlagen im Backend bearbeitet werden müssen.
    • Technologieunabhängigkeit: Mit einem Headless CMS sind Unternehmen nicht an eine bestimmte Technologie oder ein bestimmtes Frontend-Framework gebunden. Entwickler haben die Freiheit, die Technologien und Frameworks zu wählen, die am besten zu den Anforderungen des Projekts passen. Dies ermöglicht die Nutzung moderner Tools und Technologien, um die besten Benutzererfahrungen zu schaffen.
    • Skalierbarkeit und Zukunftssicherheit: Ein Headless CMS bietet eine hohe Skalierbarkeit und Zukunftssicherheit, da es problemlos mit steigendem Datenverkehr und neuen Technologien umgehen kann. Unternehmen können neue Kanäle und Plattformen hinzufügen, ohne dass dies Auswirkungen auf die Backend-Infrastruktur hat.
    • Personalisierung und A/B-Tests: Headless CMS ermöglichen eine einfachere Implementierung von personalisierten Inhalten und A/B-Tests. Durch die Verwendung von APIs und Frontend-Technologien können Inhalte basierend auf Benutzerdaten und Vorlieben dynamisch angepasst werden, um personalisierte Erfahrungen zu liefern.
    • Einfache Integration mit Drittanbieter-Systemen: Die Verwendung eines Headless CMS erleichtert die Integration mit anderen Drittanbieter-Systemen wie CRM, ERP, E-Commerce-Plattformen oder Marketing-Automatisierungstools. Durch die Nutzung von APIs können Daten nahtlos zwischen verschiedenen Systemen ausgetauscht werden.
  • Wann sollte man ein Headless CMS nutzen?
     

    Ein Headless CMS eignet sich beispielsweise in folgenden Fällen:

     

    • Multikanal-Präsentation von Inhalten
    • Anpassung der Benutzererfahrung
    • Technologische Flexibilität bei der Auswahl von Frontend-Technologien
    • Skalierbarkeit und Performance-Anforderungen
    • Integration mit Drittanbieter-Systemen
    • Projekte, die von erfahrenen Entwicklern betreut werden

Was ist dein Projekt? Wenn du uns darüber erzählen möchtest, rufen wir dich zurück!

 
Meike
Meike
vom 12.06.2023

Hallo, mein Name ist Meike. Ich betreue das EXWE Backoffice und bin für unsere Social-Media Kanäle zuständig. All unsere Artikel sollen dir das Leben erleichtern und eine Entscheidungshilfe sein. Trotzdem kann es mal vorkommen, dass etwas unklar bleibt, daher: Wenn du Fragen zu diesem Artikel hast erreichst du mich ganz einfach unter +49 231 93149827

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